Brustzentrum Bergstrasse
Brustzentrum Bergstrasse


Mammographie-Screening (Praxis am KKH Bergstrasse)

Mit einem parteiübergreifenden Bundestagsbeschluss ist am 28. Juni 2002 die Einführung eines qualtitätsgesicherten, bundesweiten und bevölkerungsbezogenen Mammographie-Screening-Programms für Frauen im Alter zwischen 50 und 69 Jahren nach den europäischen Leitlinien beschlossen worden. Das Präventionsprogramm umfasst eine Qualitätssicherung über alle beteiligten Bereiche hinweg.

 

Ziel des Mammographie-Screenings ist, das Mammakarzinom bei Frauen, die keine Hinweise auf eine bösartige Brusterkrankung haben, so früh zu erkennen, dass der weitere Verlauf der Erkrankung durch eine mögliche frühzeitige Behandlung günstig beeinflusst wird.

 

Mit etwa 50.000 Neuerkrankungen im Jahr ist Brustkrebs in Deutschland die häufigste Krebskrankheit bei Frauen. Mittlerweile sind etliche Faktoren bekannt, die ursächlich an der Entstehung dieser Krebsart beteiligt sind (zum Beispiel familiäre Vorgeschichte, Kinderlosigkeit, geringe Anzahl an Kindern, vergleichsweise späte Schwangerschaft), die jedoch einer primären Prävention kaum oder überhaupt nicht zugänglich erscheinen.

 

In Finnland wurde ab dem Jahr 1987 das flächendeckende organisierte Screening eingeführt. Die Analyse zeigte eine Verbesserung hinsichtlich der Sterblichkeit in der ersten Gruppe von insgesamt 24 Prozent.

 

Entwicklung und Anforderungen

 

Im Jahr 1985 wurden erste Ergebnisse einer großen schwedischen Studie publiziert die belegen, dass die Mammographie für sich alleine als Screening-Methode geeignet ist, um die Brustkrebssterblichkeit deutlich zu senken. Im Jahr 1998 sind drei Modellversuche zur Erprobung des Mammographie-Screenings in der gesetzlichen Krankenversicherung ausgeschrieben worden.

 

Im September 1999 wurde in Bremen, im Dezember 1999 in Wiesbaden, Rhein-Taunus-Kreis und in der Region Weser-Ems das Modellprojekt gestartet. In den einzelnen Regionen sind insgesamt 145.000 Frauen zwischen 50 und 69 Jahren zum Mammographie-Screening eingeladen. Im Rahmen des Projektes werden diese Frauen innerhalb von 20 Jahren regelmäßig alle zwei Jahre zum Mammographie-Screening eingeladen.

 

Qualitätskriterien in der Bewertung des Screening-Programms sind die Teilnahmerate, hier wird ein Wert von 75 Prozent angestrebt, die Wiederholungsrate aufgrund technischer Fehler soll unter 1 Prozent liegen, eine weitere Abklärung soll bei weniger als 5 Prozent in der ersten Screeningrunde und später bei weniger als 3 Prozent der Fälle notwendig sein. Die definitive Diagnose der Bösartigkeit soll in 90 Prozent der Fälle vor Therapiebeginn gestellt sein. Die Rate der Stanzbiopsie soll maximal 1 Prozent betragen.

 

Diese Qualitätsmerkmale/Qualitätskriterien können nur erfüllt werden, wenn eine besonders gute Ausbildung des medizinisch-technischen Personals sowie der befundenden Ärzte erfolgt. Hier werden besondere Fortbildung für das Personal verpflichtend eingeführt, alle Mammographien werden doppelt befundet von zwei gleich qualifizierten Ärzten, die eine Zahl von mindestens 5.000 Screening-Mammographien im Jahr nachweisen müssen.

 

Nachdem die Modellprojekte in Wiesbaden, Bremen und Weser-Ems gezeigt haben, dass die Qualitätskriterien erfüllt werden können, die Maßnahme somit in diesem Sinne durchführbar ist, erfolgte die Umsetzung bundesweit. Dr. med. Anne  Brunier koordiniert als Projektverantwortliche für Südhessen die Mammographiescreeningzentren der Umgebung.

 

In der Region Bergstraße ist das Mammographie-Screening in den Räumen am Kreiskrankenhaus Bergstraße in Heppenheim im September 2007 gestartet. Es kommen täglich rund 50 Frauen zur Untersuchung. Einmal wöchentlich

erfolgen Abklärungsuntersuchungen und weiterführende Diagnostik bei zweifelhaften Befunden.

Logo Screening

 

» Lesen Sie mehr zum Mammographie-Screening:

 

http://www.ein-teil-von-mir.de

 

 

 

 

 

 

 


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