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Darmkrebs ist gegenwärtig in Deutschland die zweithäufigste Krebserkrankung. Jedes Jahr werden ca. 70000 Neuerkrankungen gezählt, mit leicht steigender Tendenz. Betroffen sind Dickdarm (Kolon) und Mastdarm (Rektum). Das durchschnittliche Erkrankungsalter beträgt bei Männern 69 Jahre, bei Frauen 75 Jahre.
Ab dem 50. Lebensjahr nimmt die Erkrankungswahrscheinlichkeit deutlich zu. In den meisten Fällen entwickelt sich der Tumor über einen langen Zeitraum aus gutartigen Schleimhautveränderungen, sogenannten Polypen. Bisher nicht näher bekannte Umwelteinflüsse und genetische Faktoren führen zu Zellveränderungen, die schließlich in einer bösartigen Krebserkrankung münden.
Im Anfangsstadium ist der Tumor auf den Darm begrenzt. Wenn der Tumor wächst, wächst auch die Gefahr, dass sich die Krankheit ausbreitet, indem Tochtergeschwülste („Metastasen“) auftreten. Tochterzellen besiedeln zunächst die Lymphknoten in der Nähe des Darmes, bei fortschreitender Erkrankung können auch Metastasen in Leber oder Lunge entstehen.
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