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Schlaganfallstation / Stroke Unit

Im Kreiskrankenhaus Bergstraße behandeln Ärzte seit 2009 Patienten mit einem akuten Schlaganfall auf einer Schlaganfall-Einheit (Stroke Unit) und nach Vorgaben der Deutschen Schlaganfallgesellschaft (DSG). Unter Leitung von Oberärztin Margit Millàn, Fachärztin für Neurologie, arbeitet ein multidisziplinäres Team, um die Schlaganfallbehandlung auf höchstem Niveau zu gewährleisten. Die Stroke Unit garantiert eine lückenlose Monitorüberwachung der Patienten in den Stunden und Tagen nach dem Schlaganfall. Gleichzeitig gewährleisten Ärzte der Einheit einen möglichst schnellen Therapiebeginn, vor allem durch die Lysetherapie, die im Kreiskrankenhaus Bergstraße mit großer Routine durchgeführt wird. Bei der Lysetherapie kann das Blutgerinnsel, das den Schlaganfall in einer Hirnarterie verursacht, durch eine Infusion mit dem Enzym Alteplase, aufgelöst werden. Therapeutische Maßnahmen durch Logopäden, Physiotherapeuten und Ergotherapeuten, zum Beispiel bei Lähmungen oder Sprachstörungen nach einem Schlaganfall, leiten die Experten am Kreiskrankenhaus Bergstraße früh ein.

Diagnostik und Therapie

Bei Verdacht auf einen Schlaganfall ist die Untersuchung des Patienten durch einen Neurologen und die Durchführung einer Bildgebung mittels CCT oder MRT wichtig, um möglichst schnell eine gezielte Therapie einleiten zu können. Nur innerhalb der ersten vier Stunden nach einem Schlaganfall ist beispielsweise eine intravenöse Lysetherapie möglich, um Folgeschäden am Gehirn zu verhindern. Über die Versorgung von Schlaganfallpatienten unmittelbar nach dem Notfall hinaus werden im Kreiskrankenhaus Bergstraße gezielte Therapien eingeleitet, um Begleiterscheinungen und Folgen zu minimieren. Hierzu zählen vorrangig patientenspezifische Maßnahmen im Bereich der:

  • Logopädie
  • Physiotherapie
  • Ergotherapie

Spezielle neurologische Diagnostik

Zur speziellen neurologischen Diagnostik bedient sich das Kreiskrankenhaus Bergstraße dieser gängigen Untersuchungsmethoden:

CCT und MRT inklusive CT-/ und MR-Angiographie

Durch diese Bildgebungsverfahren können zum Beispiel akute Schlaganfälle diagnostiziert werden, aber auch wichtige andere Fragestellungen können beantwortet werden.

Die Computertomographie (CT) mit einem 40-Zeilen-Spiral-CT ist eine sehr schnelle Methode: Die Untersuchung des Kopfes dauert weniger als eine Minute. Die Kernspintomographie mit einem 1,5 Tesla-MRT ist deutlich aufwendiger und dauert daher auch länger, liefert aber bei bestimmten Fragestellungen wesentlich mehr diagnostische Möglichkeiten.

Ultraschall der hirnversorgenden Gefäße (extra- und intrakranielle Duplex- und Dopplersonographie)

Mit dieser Methode können zum Beispiel Kalkablagerungen in den hirnversorgenden Gefäßen nachgewiesen werden. Wichtig ist auch die Darstellung von Gefäßverengungen, die ein deutliches Schlaganfallrisiko mit sich bringen können.

Elektroenzephalographie (EEG)

Die Messung der Hirnströme kommt vor allem bei Patienten mit möglichen epileptischen Anfällen oder unklaren Bewusstseinsstörungen zur Anwendung.

Elektromyographie (EMG) und Elektroneurographie

Durch diese elektrische Untersuchung kann direkt die Muskelaktivität und die Funktion einzelner Nerven beurteilt werden.

Team

Margit Millàn
Oberärztin

Dorith Hangarter
Oberärztin

Selbsthilfegruppe für Aphasiker Kreis Bergstraße

für Betroffene & Angehörige; Treffen: jeden letzten Mittwoch im Monat

Ansprechpartnerin: Silvia Schmitt
Caritasverband Darmstadt e.V.
Bensheimer Straße 16
64646 Heppenheim
Tel. 06252 68 94 33