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Bericht zum Patientenforum Orthopädie - Schulterleiden - am 20.10.2017 am Kreiskrankenhaus Bergstraße

Aktuelles und Pressemitteilungen | 06.04.2018

Komplex aufgebaut, extrem beweglich, stark anfällig - die Schulter

Patientenforum der Orthopädie am Kreiskrankenhaus Bergstraße zu Schulterleiden findet großen Zuspruch // Spezialisten-Duo gibt Einblick in moderne Medizin

KREIS BERGSTRASSE | März 2018 | Diagnose „Impingement-Syndrom“ - Menschen mit Schulterschmerzen könnten im ersten Moment ein Fragezeichen im Blick haben, wenn sie die Worte von ihrem Arzt hören. Die Erklärung: „Impingement-Syndrom“ steht für Sehnenengpass. Der ist weitverbreitet und eines der Themen beim jüngsten Patientenforum der Orthopädie am Kreiskrankenhaus Bergstraße gewesen. Krankheitsbilder der Schulter waren im Fokus. Mit Dr. Oliver Klemm und Dr. Hans Dreesen referierten zwei ausgewiesene Experten. Beide arbeiten in der von PD Dr. Peter Arnold als Chefarzt geleiteten Orthopädie und Unfallchirurgie des Hauses in Heppenheim und haben die Schultermedizin zu einer der Spezialitäten der Fachabteilung gemacht.

Die zwei Oberärzte kennen die Symptome der unterschiedlichen Schultererkrankungen sehr genau. In der täglichen Praxis werden sie immer wieder damit konfrontiert. Auch dürfte der große Zuspruch zum Patientenforum Ausdruck dafür sein, wie verbreitet Probleme mit Schultergelenken - zumeist Schmerzen, damit einhergehend oft eingeschränkte Beweglichkeit – sind. Neben dem Engpass gehören Sehnenrisse, das Auftreten von Sehnenkalk, und die Bizepsinstabilität zu den häufigsten Schwierigkeiten. Es folgen Kapselleiden, namentlich Instabilität und Schultersteife. Auch Schultereckgelenkprobleme und Arthrose sind häufige Erkrankungen.

Zwar ist zumeist vom Schultergelenk die Rede, genau genommen aber ist es „eine Gelenkkette“, so Dr. Dreesen. „Es ist das beweglichste Gelenk des Menschen, 180-Grad in alle Richtungen, das schafft sonst kein Gelenk“, erklärten die Spezialisten. Mit dem Patientenforum luden Dr. Dreesen und Dr. Klemm zu einer Reise durch die Schulter ein. Bilder des Gelenks, in seiner Gesamtheit und im Detail, Aufnahmen von Operationen, Fotos und Videosequenzen, boten ungewohnte wie interessante Perspektiven. Der komplexe Aufbau war zu sehen ebenso wie Möglichkeiten des Eingriffs, neben der klassischen offenen Operation ist an dieser Stelle die Arthroskopie, ein minimalinvasives Vorgehen, eine oft genutzt Alternative. Wobei mit beiden Methoden gewöhnlich gleichgut Ergebnisse zu erzielen sind.

Schon im mittleren Alter setzt bei vielen Menschen der Verschleiß in der Schulter ein, so Dr. Klemm. Das Impingement-Syndrom ist dabei eine unter dem sogenannten Schulterdach bildende Enge. Nicht selten ist eine Schleimbeutelentzündung die Folge. Schmerzen treten vor allem beim Abspreizen des Arms auf. Aber auch im Ruhezustand können sie aufkommen, vielfach nachts, resümierte Dr. Klemm. Physiotherapie und physikalische Therapien, Wärm- oder Kältebehandlungen, können helfen. Was allerdings langwierig sein kann. Rasche Abhilfe schafft der operative Eingriff, der unter Narkose erfolgt. Dabei wird der entzündete Schleimbeutel entfernt, ein gesunder bildet sich nach, oder/und der Engpass wird erweitert. Umfassende Expertise bringen hier Dr. Klemm und Dr. Dreesen mit ihren OP-Teams am Kreiskrankenhaus ein. Wobei Dr. Klemms Ansage gilt: „Vor einer Operation sollte in der Regel ein konservativer Behandlungsversuch erfolgen.“

Volkskrankheit Sehnenkalk
Einen detaillierten Einblick in die Behandlung von Sehnenrissen und -abrissen sowie Schäden an der Rotatorenmanschette und das Abtragen von Kalkablagerungen gab Dr. Dreesen. Er stellte dar, wie Nähte zum Wiederherstellen einer Sehne gesetzt werden, wie Fäden verknotet und verankert werden. Richtig angewandt ist die Technik äußerst erfolgsversprechend. Die Erklärung für die häufig auftretenden Risse in Sehnen lieferte der Arzt gleich mit: Im Laufe des Lebens lässt die Rissfestigkeit deutlich nach. Ein Sturz kann da bei Älteren schon zum Problem werden. Als „Volkskrankheit der Sehne“ bezeichnete Dr. Dreesen Kalkablagerungen. Diese werden vermehrt bei Frauen diagnostiziert, Ursache ist eine Störung im Stoffwechsel, der Auslöser bislang unklar. Wenn sich Ablagerungen nicht von selbst auflösen, können sie bei einem vergleichsweise unkomplizierten Eingriff abgesaugt oder abgeschabt werden. „Das ist eine Erfolgs-OP“, bilanzierte Dr. Dreesen. Wie überhaupt die Schulter-Medizin zu einer Erfolgsgeschichte geworden ist. Das hat das Patientenforum am Kreiskrankenhaus gezeigt. Fortsetzung des Thema folgt: Im Oktober gibt es eine Veranstaltung zur Arthrose in der Schulter. Zuvor stehen drei weitere Orthopädie-Foren zu weitverbreiten Leiden im Kalender, das nächste am 25. Mai. Dann geht es um Erkrankungen des Fußes und konservative und operative Therapien zur Heilung.

Das Kreiskrankenhaus im Internet: www.kkh-bergstrasse.de 

SPEZIALISTEN FÜR SCHULTERMEDIZIN: Die Oberärzte Dr. Oliver Klemm (links) und Dr. Hans Dreesen sprachen beim jüngsten Patientenforum der Orthopädie und Unfallchirurgie am Kreiskrankenhaus Bergstraße in Heppenheim über schmerzhafte Schulterleiden. Dabei blieb Veranstaltungsbesuchern ausreichend Zeit zum Dialog mit den Experten. Foto Kreiskrankenhaus Bergstraße/Thomas J. Zelinger

 

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