Das ist Ihr Zeichen, zur Darmkrebsvorsorge zu gehen
Aktuelles und Pressemitteilungen | 01.03.2026
Darmkrebs entsteht in den meisten Fällen aus zunächst gutartigen Veränderungen der Darmschleimhaut, sogenannten Polypen, die sich über Jahre hinweg zu bösartigen Tumoren entwickeln können. Diese langsame Entwicklung ist der Grund, warum Vorsorgeuntersuchungen eine so zentrale Rolle spielen. „Darmkrebs verursacht lange Zeit keine Beschwerden. Gerade deshalb ist die regelmäßige Vorsorge so wichtig, weil wir Vorstufen erkennen und entfernen können, bevor überhaupt Krebs entsteht“, erklärt Prof. Dr. Phillip Knebel, Chefarzt der Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie am Kreiskrankenhaus Bergstraße.
Zu den bekannten Risikofaktoren gehören unter anderem das höhere Lebensalter, eine ballaststoffarme Ernährung, Bewegungsmangel, Übergewicht, Rauchen, ein hoher Alkoholkonsum sowie familiäre Vorbelastungen. Auch chronisch-entzündliche Darmerkrankungen erhöhen das Risiko. Die Ursachen für die Entstehung von Darmkrebs sind in der Regel vielfältig und das Ergebnis eines Zusammenspiels mehrerer Faktoren.
Im frühen Stadium bleibt die Erkrankung meist unbemerkt. Erst im weiteren Verlauf können Symptome wie anhaltende Veränderungen der Stuhlgewohnheiten, Blut im Stuhl, wiederkehrende Bauchschmerzen, unerklärlicher Gewichtsverlust, Müdigkeit oder Blutarmut auftreten. „Diese Anzeichen sind nicht immer eindeutig und können auch andere Ursachen haben. Wenn sie jedoch über einen längeren Zeitraum bestehen, sollten sie medizinisch abgeklärt werden“, betont Dr. Gregor Jung, Leiter des Darmzentrums Bergstraße.
Die gesetzliche Darmkrebsvorsorge in Deutschland sieht ab dem 50. Lebensjahr regelmäßige Untersuchungen vor. Dazu gehören Stuhltests auf verborgenes Blut sowie, je nach Alter und Geschlecht, die Vorsorgekoloskopie. Bei familiärer Belastung oder erhöhtem individuellem Risiko kann eine frühere Vorsorge sinnvoll sein. Die Darmspiegelung gilt als besonders aussagekräftig, da sie nicht nur der Früherkennung dient, sondern auch die sofortige Entfernung von Vorstufen ermöglicht. „Die Koloskopie ist ein wirksames Instrument zur Krebsvermeidung. Viele Patientinnen und Patienten unterschätzen, welchen großen Nutzen diese Untersuchung hat“, so Prof. Dr. Knebel.
Im Darmzentrum Bergstraße am Kreiskrankenhaus Bergstraße erfolgt die Versorgung von Patientinnen und Patienten mit Darmkrebserkrankungen interdisziplinär und in enger Kooperation mit dem Nationalen Zentrum für Tumorerkrankungen (NCT) der Universitätsklinik Heidelberg. Fachdisziplinen wie Gastroenterologie, Chirurgie, Onkologie, Radiologie, Pathologie und Pflege arbeiten verzahnt zusammen, um Diagnostik, Therapie und Nachsorge koordiniert und leitliniengerecht umzusetzen. „Unser Anspruch ist eine strukturierte, medizinisch fundierte Behandlung, die sich am individuellen Krankheitsbild orientiert und alle relevanten Fachbereiche einbezieht“, erklärt Dr. Jung. Regelmäßige Tumorkonferenzen stellen sicher, dass jede Patientin und jeder Patient ein abgestimmtes Therapiekonzept erhalten. „Auch die Behandlung fortgeschrittenere oder komplexere Tumorerkrankungen können durch die enge Anbindung an die Universitätsklinik Heidelberg vom Darmkrebszentrum Bergstraße koordiniert werden“, führt Dr. Jung weiter aus.
Der Darmkrebsmonat März soll daran erinnern, wie wichtig Vorsorge und Aufmerksamkeit gegenüber dem eigenen Körper sind. Das Kreiskrankenhaus Bergstraße ruft dazu auf, die bestehenden Vorsorgeangebote wahrzunehmen und bei Unsicherheiten oder Beschwerden frühzeitig ärztlichen Rat einzuholen. „Darmspiegelung kann Leben retten. Der beste Zeitpunkt, sich mit dem Thema zu beschäftigen, ist jetzt“, so Prof. Dr. Knebel abschließend.
Pressekontakt Kreiskrankenhaus Bergstraße
Cathrin Müller
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